Aufgabenbereich

Seit vielen Jahren ist die Behandlung von neurologisch erkrankten Menschen in den Mittelpunkt der logopädischen Therapien gerückt. Hier handelt es sich in erster Linie um Schlaganfallpatienten, Menschen mit M. Parkinson, Multiple Sklerose, Chorea Huntington, ALS etc. bis hin zum Wachkomapatienten mit zahlreichen logopädischen Störungen, für die spezielle Diagnostiken und Therapien erforderlich sind. Es bedarf hierbei neben einer langjährigen Erfahrung im Umgang mit diesen Patienten ein ausgeprägtes Einfühlungsvermögen und einer angemessenen Flexibilität.

Wartelisten in diesem Störungsbereich werden vermieden; die Patienten werden von uns zeitnah versorgt. Eine schnelle Diagnostik ermöglicht eine zielgerichtete Therapie. Dies erreichen wir noch am selben Tag der Anmeldung des Patienten im Krankenhaus oder zeitnah im Alten- und Pflegeheim.

Selbstverständlich wird das Wissen unseres Teams durch  Fortbildungen ständig erweitert. Nur so können Störungsbilder erkannt und erfolgreich behandelt werden.
Darüberhinaus werden von uns Fortbildungen für Pflegekräfte, die mit den vorgenannten erkrankten Patienten in Berührung kommen, in den Einrichtungen angeboten und durchgeführt. Hierbei kommt es darauf an, am Patienten mit entsprechenden Störungsbildern, praktische Handlungsmethoden kennenzulernen und in der täglichen Pflege lösungsorientiert umzusetzen.

Siehe auch : Logopädie in der Phase F

Ein Schwerpunkt ist die Therapie von Kindern und Jugendlichen. Weil die kleinen Patienten immer früher von den Ärzten an die Praxis überwiesen werden, entsteht ein großer Vorteil, denn damit kann nicht nur eine frühe eingehenden Behandlung eingeleitet werden sondern gleichzeitig eine umfassende Elternberatung und eine bessere Schulvorbereitung erfolgen. Dies kommt beispielweise diesen Kindern zugute, bei denen eine auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung diagnostiziert wurde. Die kleinen Patienten können sich z. B. Wörter, Begriffe  sowie Zahlen schlecht merken und haben oftmals ernsthafte Schulprobleme. Zudem können die ebenfalls immer häufiger festgestellten Lese- und Rechtschreibstörungen erfolgreich in der Praxis behandelt werden.
Die Sprachtherapie mit Vorschulkindern umfasst nicht nur die Lautbildung sondern auch beispielhaft grundlegende Fertigkeiten wie Farben benennen, zählen, Wortschatzerweiterung und Grammatik. Alles wird in spielerischer Form erarbeitet. Die Eltern werden über den Therapieinhalt informiert und angeleitet mit Hilfe von Arbeitsblättern das Erlernet zu festigen. Auf diese Weise hat das Kind bei Schuleintritt gute Voraussetzungen, um richtig lesen und schreiben zu erlernen.

Wann wird Lispeln zum Problem

Lispeln kommt bei Vorschulkindern relativ häufig vor und muß nicht immer Anlaß zur Sorge sein. Die Zischlaute ( sch, s, ss, und z ) sind recht schwierig auszusprechen, weil für ihre Bildung ein hohes Maß an muskulärer Feinabstimmung notwendig ist.
Sollte ein Kind jedoch bis zum Alter von 4,5 – bis % Jahren immer noch lispeln, hat sich diese Störung schon sehr verfestigt, dass sie sich nicht von selbst verlieren wird. In diesem Fall braucht das Kind logopädische Unterstützung, damit die Therapie noch vor dem Zahnwechsel und Schuleintritt abgeschlossen ist. Außerdem ist es wichtig, auf folgende Auffälligkeiten zu achten, die mit dem Lispeln einhergehen können:

•    der Mund ist häufig geöffnet, das Kind atmet durch die Nase
•    verstärkter Speichelfluss
•    häufige Erkältungen
•    geräuschvolles >Kauen mit offenen Lippen
•    schnelles Essen und Trinken

Auch diese Symptome können mit logopädischer Therapie behoben werden, damit das Kind bei  Schulbeginn richtig atmet, isst, trinkt und spricht

Selbstverständlich profitieren auch Patienten mit Stimmproblemen von einer logopädischen Behandlung, die durch die Vermittlung der richtigen Atem- und Sprechtechnik sowie einer Veränderung der Körperhaltung hilft, Sprechanstrengungen zu vermeiden und die Stimme belastbar zu machen. Das trifft vor allem für Menschen mit Sprechberufen zu.